Samstag, 30. Mai 2020

Italien Roadtrip 2019

Jetzt hab ich mich doch mal durch gerungen hier mal wieder was von mir hören zu lassen.

Im August 2019 haben wir einen "kleinen" Roadtrip mit dem Bus durch Italien gemacht.
Bevor es an die Überarbeitung des Busses geht, konnte ich ihn in Deutschland ja noch ein halbes Jahr mit Kalifornischen Kennzeichen gefahren - quasi die Zeit nützen bevor ich ihn beim deutschen TÜV vorführen muss.

Erster Stop war Caorle, wo ein guter Freund von uns Zuhaue ist und bei dem wir einige Tage blieben.
Start war von München aus bei Regen, kaum über den Brenner Sonnenschein.

Das Reisemobil mit Reisebegleitung


Route war die Folgende:

Start in München - Caorle - Bologna - 
dann die komplette Küste runter bis an den südlichsten Punkt vom Absatz im Stiefel
- Almalfi Küste- Positano - Sorrento - Pompei - Neapel - Rom - Siena - Florenz - Pisa - Genua - Mailand - und nach Hause über den Reschenpass

Ziemlich Sportliche Tour für drei Wochen. Viel gefahren, viel gesehen und eine geile Zeit gehabt.
Auch wenn bei 35 Grad manchmal eine Klimaanlage toll gewesen wäre anstatt einem voll ausgestelltem Dreiecksfenster welches einem nur die heiße Fahrtluft ins Gesicht bläst. Aber besser wie garnichts.


Angekommen in Caorle ist dann gleich die erste Panne passiert. Nicht beim Bus, sondern bei den beiden Klapprädern die wir dabei hatten. Bei einem beide Reifen geplatzt... Ärgerlich, aber nachdem 2 neue Mäntel und Schläuche aufgetrieben waren, war das doch dann gleich repariert.


Nächster Zwischenstop: Bologna

Die Klappräder sind für kleine Städtetouren ideal, man kann alles sehen ohne dabei ewig zu Fuß unterwegs zu sein.



Wird sind dann noch etwas weiter Richtung Süden gefahren und haben uns kurz vor Sirolo einen schönen abgelegenen Parkplatz in den Bergen ausgesucht um die erste Nacht in Italien im Bus zu verbringen. Etwas mulmig war einem am Anfang schon dabei, da schließlich in Italien hohe Strafen auf "wildcampen" stehen. Jedoch hatten wir diesbezüglich während unserem ganzen Trip keinerlei Probleme.


Am morgen ging es dann weiter in das kleine Örtchen Sirolo. 


Die Preise sind schon DEUTLICH niedriger obwohl man noch nicht wirklich im tiefen Süden ist. Für mich ein echter Geheimtipp.


Das Wasser ist türkisblau und glasklar


Und so ging es Nacht für Nacht weiter Richtung Süden. Die Preise sunken gefühlt mit jedem gefahrenem Kilometer. Ebenso die Anzahl der deutschen Kennzeichen.

Wo man in Norditalien diese noch zu Hauf gesehen, hat war es je weiter man in den Süden gekommen ist umso mehr die Ausnahme.

Je weiter südlicher man kommt desto wirtschaftlich schwächer ist die Region. Dies ist auch deutlich zu spüren. Beispielsweise nahm die Verschmutzung in den Straßen und der Natur mit Plastik und Müll deutlich zu. Auch der Gestank durch Leute die ihren Plastikabfall verbrennen wurde immer mehr. Dafür glasklares Wasser und ein Italien das einige bestimmt so noch nie gesehen haben.









Steckenbleiben gehört auch dazu


Car wash in der Wildnis


Auf die Almalfi-Küste mit dem vorallem durch Instagram & Co in aller Welt bekannt gewordenen Positano, waren wir sehr gespannt.Wer diese nicht kennt, diese liegt ca. 40km südlich von Neapel.

Eine spektakuläre Küste, einfach der Wahnsinn. Bloß meine Empfehlung: keinesfalls im Sommer...

Eine Passstraße voller Fahr-Legasteniker bei 40 Grad im Bus





Positano



Wer Positano sehen will sollte defintiv nicht dort hin mit dem Auto anreisen... Pakplätz sind dort nämlich nicht existent. Wer parken will kann das nur in Parkgaragen zu horrenden Preisen. Dass ich jemals so viel Geld für parken ausgeben würde hätte ich nicht gedacht. Aber wenn man Stundenlang eine Küstenstraße entlangfährt um den einen Ort von dem alle so begeistert sind zu sehen, zumindest kurz, dann bleibt einem halt nichts anderes über. 1 Stunde parken....40€ !!!!!!

Naja hilft nichts - schön ist es schon. Jedoch würde ich wie gesagt empfehlen in der Nebensaison zu kommen weil es doch sehr überlaufen war.. Sehr beliebt bei US Amerikanern und Asiaten.



Weiter ging es dann über Pompei - Neapel - Rom - Siena - Florenz - Pisa - Genua - Mailand - nach Hause
Rom


Sienna
Milan
Pisa
5 Terre

Pisa


5 Terre

Und heim gings über den Reschenpass 






Reschensee

4000km Gesamt. Treue Dienste hat er geleistet. Jedoch geht es ihm jetzt an den Kragen.
Restauration folgt :)



Montag, 8. April 2019

California Dreaming - 1971er T2a

In der letzten Zeit habe ich nicht allzuviel von mir hören lassen.
Dies lag daran, dass ich das letzte halbe Jahr in Kalifornien verbracht habe.

Ohne eigenes Fahrzeug als Fortbewegungsmittel kommt man dort nicht allzu weit.
Dass dieses Fahrzeug natürlich was altes Luftgekühltes sein musste war klar - entweder ein Bus oder ein Käfer, da hatte ich mich nicht festgelegt.
Einziges Kriterium war: Fahrbereit und zuverlässig!

Nicht fahrbereite, rostfreie Fahrzeuge zu guten Preisen hätte ich genug kaufen können, aber ich brauchte ja was zum sofort einsteigen und fahren.

Schlussendlich habe ich mich mit dem Verkäufer eines 71er T2a's auf einen guten Preis geeinigt.


Der Bus stand in San Diego, ich war aber in Long Beach (bei Los Angeles) zuhause.
Also einen Mietwagen One-Way gemietet und auf nach San Diego.


Vor Ort angekommen dann erstmal etwas mit dem Verkäufer unterhalten und den Bus angeschaut.
War seit 1996 im Besitz des Verkäufers und er hat ihn vorallem als Surfbus genutzt.
Aufgrund Nachwuchs gibt er ihn aber her.


Rost am Scheibenrahmen vorne war ja bereits der Anzeige zu entnehmen - das haben die Busse aber selbst in Cali so gut wie alle, wenn sie draußen stehen und das Kondenswasser dann im Scheibenrahmen steht...
Batterieblech war klasischer weiße noch durch, Kabinenboden links und rechts, Gurtaufnahmen und die die Vertiefung für die Sizbankbefestigung im Laderaumboden. .
Ansonsten nicht schlecht.


Nach einer ausgiebigen Probefahrt war dann noch klarer was vorher eigentlich schon entschieden war....



Nehmen wir!!





Die 200km heim von San Diego verliefen auch reibungslos! 
Der an der Front montierte Ersatzreifen gefällt mir generell bei Bussen überhaupt nicht.

Deshalb blieb der so auch nicht lange am Bus montiert :P 



Mit einem originalem Deluxe Emblem schaut das doch schon gleich viel besser aus!



Jetzt folgen einfach mal ein paar wirr zusammengewürfelte Impressionen aus meinem halben Jahr in Cali mit dem Bus - eine bessere Gegend um sowas im Alltag zu fahren gibt es glaub ich nicht!




Ein Nickerchen mit Strandblick nach einer Surf Session gefällig?




Die Frauenwelt liebt den Bus auch :P


Täglich atemberaubende Sonnenuntergänge....















Für mich definitiv die beste Zeit meines Lebens!

Gegen Ende habe ich dann noch Besorgungen für die Restaurierung in Deutschland dann gemacht, wie z.B eine neue Frontmaske, die Wolfsburg West in original Qualität herstellt. Wird einfach in den Bus mit rein geschmissen und ist somit Versandkosten und Zollfrei für mich :)




Gegen Ende ist dann noch ein wirklich solider 78er T2b im Originallack und Innen, ammi unypisch in einem hervorragendem Zustand aufgetaucht - leider aber mit Frontschaden.

Diesen habe ich dann noch im Auftrag für einen Kumpel gekauft.
Zwar seit Jahren abgemeldet und als Non Operation registriert - trotzdem auf eigener Achse überführt





So gingen sie beide dann zusammen zum Verschiffer wo sie für den Versand ins kalte Rottderam fertig gemacht wurden.

Nach etwa 6 Wochen war es dann so weit - Ankunft in Rotterdam
Nachdem die Verzollung durch war, bin ich dann in den Flieger nach Rotterdam gestiegen um meinen Bus persönlich abzuholen.

Überführungsschilder brauche ich keine - der Bus ist ja schließlich in USA noch auf mich zugelassen.
Jediglich eine Grenzversicherung und beim Zoll KFZ Steuern zahlen

Und ab gings mit kalifornischen Kennzeichen 1000km Richtung Heimat.
(Mit einer Nacht Zwischenstopp)




Natürlich bestes Wetter erwischt..... Wolkenbruch und Eiseskälte....

Aber ja - angekommen sind wir 2 ohne Probleme!

Stay tuned!